Feng Shui-Haus

Ein Haus aus Hanf, Holz und Schiefer

Feng Shui und Natur am Bau
Positive Energie und kaum Heizkosten
im modernen Wohlfühl-Heim

Mondholz aus Österreich, Schiefer aus Deutschland, Bauregeln aus Fernost und Präzisionsarbeit aus der Schweiz: Mit einem achteckigen Feng Shui Haus hat sich die Architektin Monika Mutti-Schaltegger einen Lebenstraum erfüllt – und eines der interessantesten ökologischen Wohngebäude Europas entworfen.

Am Anfang stand ein Traum, am Ende ein einzigartiges Haus mit vier Etagen: „Ich wollte etwas bauen, das meinem Lebensstil entspricht,“ lächelt die Hausfrau, Mutter und Unternehmerin. So fließend wie ihr Leben, so sollte ihr Eigenheim sein, wo sie Familie, Freizeit und Beruf unter eine Haube bringt –„der Tag hat 24 Stunden, in denen ich das ganze Lebensspektrum genießen kann.“ 18 Monate ließ sie sich Zeit für die Planung, denn hinter der schicken Fassade aus rechteckigem Schiefer steckt nicht nur eine nach Feng Shui Regeln ausgerichtete Hausausrichtung wie Einrichtung, sondern auch ausgeklügelte Öko-Technik. Für die Zusatz-Beheizung von 380 Quadratmetern Wohn- und Arbeitsfläche genügt selbst an eisig-kalten Tagen „die Energie von zwei Haarföhnen“, betont Monika Mutti. Den Holzofen im Wohnbereich gibt´s „nur fürs Gemüt“.


Chinesische Tradition trifft europäische Technik: Als Heizung nutzt die engagierte Architektin die menschliche Wärme der Bewohner sowie die Abluft aus Waschmaschine und Kühlschrank, aus Lampen und Computern ihres Büros. Der Brennofen einer Keramikwerkstatt im Untergeschoss liefert als Abfallprodukt das warme Wasser. Auch das größte Geheimnis ihres Mini-Energie-Hauses lüftet sie gerne: Es heißt Wärmespeicherung und liegt in der Dämmung aus Hanf und massiven Holzwänden in Verbindung mit einem ausgeklügelten Lüftungssystem, das sich hinter der seidig-schimmernden Naturstein-Fassade versteckt. Bei der Suche nach natürlichen wie langlebigen Baumaterialien stieß die Schweizerin auf Schiefer – und auf ein neuartiges Außenwandsystem, das vom Marktführer Rathscheck Schiefer in Mayen/Eifel entwickelt wurde. Die rechteckigen Schiefersteine werden mit glänzenden Edelstahlblechen gehalten – und trotzen Jahrzehnte lang Wind und Wetter. Monika Mutti-Schaltegger: „In diesem Jahrhundert muss die Außenhaut nicht mehr saniert werden.“

Hinter der „Unterlegten Rechteckdeckung“, so der Fachbegriff, verbirgt sich der eigentliche Kern des Schweizer Energiewunders: Auf 17 Zentimeter dicke Massivholzwände wurde eine 18 Zentimeter dicke Hanfdämmung aufgebracht – komplett ökologisch. Denn zum Verkleben des Mondholzes, das im Zyklus des Planeten im Salzburger Land geschlagen wird und eine besondere Festigkeit aufweist, ersetzen normaler Quark und bester Honig den obligatorischen Leim als Verbinder; statt Schrauben wurden Holzdübel verwendet. Die Kombination macht es möglich, im warmen Sommer so reichlich Wärmeenergie in der Wandkonstruktion zu tanken, damit es im Winter drinnen nicht kalt wird: „Wir haben durchgängig 17 bis 20 Grad in den Räumen, je nach Nutzung des Raums“, bestätigt die Architektin nach neun Monaten Selbstversuch. Da die Außenwände zusätzlich innen hinterlüftet sind, strahlen sie nicht kalt ab und lassen die Raumtemperatur wärmer erleben.


Dass Schiefer in seiner Entstehungsgeschichte auch noch den Feng Shui Grundideen nahe kommt, war für Monika Mutti eine angenehme Begleiterscheinung bei der Wahl ihrer wesentlichen Baumaterialien: „Was liegt näher als ein Produkt aus der Natur zu nehmen?“ Entstanden sind die auf fünf Millimeter gespaltenen starken Schiefersteine für das einzigartige wie vorbildliche Feng Shui Haus vor rund 400 Millionen Jahren, als Naturgewalten verfestigten Tonschlamm aus den Tiefen der Meere mit ungeheurem Druck nach oben pressten. Heute gilt das Urgestein als eines der langlebigsten Baumaterialien für Dach und Fassade, der deutsche Schieferlieferant Rathscheck im Zuge der Rückbesinnung auf natürliche Baumaterialien als einer der Weltmarktführer und Trendsetter: „Die Kosten für die aufwändigere Konstruktion“, hatte die engagierte Architektin vorher hochgerechnet, „werden im Laufe der Jahre schnell hereingeholt.“ Nach dem ersten Winter zieht sie bereits eine positive Heizkostenbilanz: Das Gebäude benötigte für knapp 300 Euro Strom, um Zusatzheizung in Betrieb zu halten. Das Lüftungssystem funktioniert dynamisch, ohne Strombedarf und nur mit Erzeugung eines Unterdruckes mit Hilfe des Windes.

Gesund bauen, mit der Natur leben – und dabei erfolgreich glücklich und gesund sein: Das Grundprinzip des Feng Shui setzt die Schweizerin aus dem kleinen Dorf Mosnang in Toggenburg seit mehr als sieben Jahren erfolgreich um. Anfangs kritisch betrachtet von vielen Berufskollegen - heute als kompetente Gesprächspartnerin gefragt, verbindet die „Querdenkerin“ (Mutti über Mutti) ökologische Bauweise mit technischem Fortschritt - und einem Schuss Esoterik: „Wichtig ist, dass möglichst gute Energie ins Haus fließt.“

In ihrem eigenen Wohlfühl-Bau führen verschiedene Wege zum Ziel – äußerlich sachlich-technisch modern, empfängt den Besucher hinter dem obligatorischen Windfang innen eine Mischung aus Form und Farbe, aus massiven Holzböden und venezianischem Stuck. Außen schimmert das Feng Shui Haus zu allen Tages- und Witterungszeiten immer wieder anders, da die Glimmerlagen des Schiefers je nach Lichteinstrahlung und Feuchtigkeit die Farbe verändern. Für die Bauherrin war der neue Rechteck-Schiefer „Liebe auf den ersten Blick“, nachdem sie in Basel die Außenhaut des neuen Schauspielhauses begutachtet hatte. „Faszinierend“, lacht sie, „bin ich vom Anblick in klaren Mondnächten: Da schimmert mein Haus wie ein Sternenhimmel.“

Form, Funktion und Farbgebung bilden im Feng Shui Haus eine Einheit – und sorgen für ein gutes Chi, womit die Chinesen Lebensenergie meinen. Ökologie und Ökonomie stehen im Kanton St. Gallen ebenfalls in perfektem Einklang: Der Baupreis von knapp 1440 Euro pro Quadratmeter entspricht dem vergleichbaren Preis eines Wohnhauses gehobener Qualität.

Infos und kostenlose Bauherrenbroschüre zum Thema Schiefer auf Dach und Fassade: Rathscheck Schiefer, Barbarastr. 3, D-56727 Mayen, Telefon: 0 26 51/ 95 5 – 0, www.schiefer.de


Copyright Text & Fotos: Ratscheck Schiefer



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