Fördermittel für Sanierung

Alte Schätzchen neu in Schiefer

Fördermittel für Sanierer: Online-Datenbank verrät, wo clevere Bauherren Zuschüsse erhalten

Altes Haus, neue Optik: Immer mehr Deutsche erfüllen sich den Traum vom eigenen Heim gebraucht – und investieren in Umbau statt in Neubau. Was die wenigsten wissen: Während der Bund die Eigenheimzulage streichen will, unterstützen Länder, Gemeinden und Handel eifrige Sanierer weiterhin mit fast 5000 Finanzspritzen. Für Durchblick bei den Förderprogrammen sorgt die Online-Recherche unter auf. Auch wer ökologisch neu baut, wird hier auf einen Klick fündig.

Alte Schätzchen haben viele Vorteile: Sie liegen häufig besonders reizvoll in Citynähe, bieten eine gute Infrastruktur, glänzen mit besonderen Charme hinter dicken und hohen Wänden. Und sie kosten weit weniger als ein Neubau, der im Schnitt mit 224 000 Euro anderthalbmal so teuer ist wie ein bestehendes Objekt, bei dem große Grundstücke und Anliegerkosten meist inklusive sind. Der Trend geht eindeutig zum Gebrauchthaus. In den letzten Jahren wurden erstmals mehr Alt-Immobilien erworben als neu gebaut. Kaum ein Erwerber, der nach dem Kauf nicht saniert. Zwischen 10 000 und 100 000 Euro lassen es sich die Deutschen durchschnittlich kosten, um aus der Zweite-Hand-Immobilie ein Schmuckstück zu machen.

Neben Fenstern und Heizung spielt das Dach eine tragende Rolle bei der Sanierung, weil vor allem in den 60er und 70er Jahren sorglos asbesthaltige Platten verlegt wurden. Ob es für die Instandsetzung und den Einbau moderner Wärmedämmung Zuschüsse gibt, verrät die Online-Datenbank des Unternehmens ebenfalls. Spezialisten befragen dazu regelmäßig Bund, die 16 Länder, 13 000 Städte und Gemeinden und alle Energieversorger nach neuen Förderprogrammen und deren Laufzeiten. „Viele Fördertöpfe sind oft schnell ausgeschöpft, deshalb lohnt sich regelmäßig der Blick in die Datenbank“, weiß Rathscheck-Marketingleiter Dirk Ackermann.

Der Schwerpunkt des Online-Infodienstes (www.schiefer.de) liegt vor allem auf kommunalen Zuschüssen, die in den vergangenen Jahren einen Großteil aller Förderprogramme ausmachten. Erheblich weniger Gelder gibt es von Bund und Ländern. Förderfreundlich geben sie sich bei Solartechnik: Rund 370 verschiedene Programme tragen maßgeblich dazu bei, dass Schieferdächer mit modernsten Photovoltaik-Anlagen aufgerüstet werden. Optisch fallen sie kaum auf, im Geldbeutel macht sich der Ökostrom jedoch bemerkbar. Außerdem lohnt es sich, bei der Umstellung auf erneuerbare Energie nach zinsgünstigen Krediten zu fragen. Die bundeseigene Förderbank KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) vergibt Finanzierungen mit tilgungsfreien Anlaufjahren aus ihrem Förderprogramm Solar. Und: Das KfW-Darlehen () kann mit anderen öffentlichen Mitteln kombiniert werden. Aber Vorsicht: Der Modernisierer muss in der Regel den Antrag stellen, bevor er einen Vertrag mit der bauführenden Firmen abgeschlossen hat. Kümmert sich der Antragsteller erst zu spät um Zuschuss oder Darlehen, können die Gelder verfallen oder bereits erhaltene Mittel zurückgefordert werden.

Generell gilt: Die Zuschüsse für Renovierung und Sanierung fallen bundesweit recht unterschiedlich aus. Bestandskäufer geben wichtige Impulse für die Modernisierung der städtischen Bausubstanz. „Bundesweit gesehen haben sie die meisten Chancen auf Finanzspritzen beim energiesparenden Modernisieren und Sanieren“, fasst Ackermann zusammen. Nicht ganz ohne Finanzspritzen gehen auch die Erbauer neuer Häuser aus: In vielen Regionen gibt es Förderungen, wenn nach ökologisch Grundsätzen gebaut wird. Entlang der historischen Moselschieferstraße, die sich durch die Eifel schlängelt, beispielsweise wird jedes Haus, das mit Original Moselschiefer gedeckt wird, pauschal bezuschusst. Rathscheck-Schiefer greift auch allen Bauherren, die ein Asbest-Dach sanieren oder alte Faserzement-Platten gegen Schiefer austauschen möchten, finanziell unter die Arme. Das Förderpaket umfasst neben der Beratung auch einen Zuschuss, der sich nach Größe der zu sanierenden Fläche richtet.

Auskunft und kostenlose Bauherren-Information: Rathscheck-Schiefer, Barbarastr. 3, 56727 Mayen-Katzenberg, Telefon 02651/9550, www.schiefer.de


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