Schieferproduktion

Glückauf für Traumhäuser: Devon trifft Zukunft

Der lange Weg des Moselschiefers –
Aus den Tiefen der Erde auf die Dächer der Welt


Deutsche Bauherren lieben es solide: Langlebige natürliche Baumaterialien spielen eine wesentliche Rolle bei Neubau und Sanierung. Ganz oben liegt bei anspruchsvolleren Häusern deutscher Moselschiefer.

Made in Germany im ursprünglichsten Sinn: Der blau-graue Moselschiefer gehört zu den ältesten deutschen Naturprodukten. Er entstand vor 400 Millionen Jahren in der Eifel, als weite Teile des Kontinents noch ein Meer waren. Tonschlamm, von der Last des Wassers zu Tonstein hoch verdichtet und später durch Verschiebungen an die Erdoberfläche gepresst, ist die natürliche Grundsubstanz des heutigen Schiefers.


Das Urgestein kommt in Europa, Amerika, Afrika und Asien vor – doch eine der weltbesten Qualitäten schlummert am linken Ufer der Mosel: Rund um die Eifelstadt Mayen wird heute mit modernster Technik der Moselschiefer bergfeucht aus rund 300 Metern Tiefe ans Tageslicht geholt, perfekt gespalten und in Form gebracht für ein weiteres langes Leben auf dem Dach oder an der Fassade. Dazwischen liegen Millionen Jahre der Reife – und 2000 Jahre Handwerkstradition. Denn schon die Römer entdeckten den Schatz vor ihrer Haustür: Sie spalteten den Stein und legten ihn als Schutz vor Wind und Wetter auf ihre prachtvollen Häuser.

Ökologie, Haltbarkeit, Solidität und Zuverlässigkeit zeichnen Schiefer bis heute aus. Und das wissen auch moderne Gestalter: Sie greifen bei sachlichen Würfel-Kombinationen aus Stahl und Glas genauso gerne auf Schiefer als Fassadenbekleidung zurück wie die Designer verspielter und urgemütlicher Landhaus-Dächer. Gerade Linien und natürliche Farbnuancen des Urgesteins sind in Kombination mit anderen Baustoffen aus der Natur, wie Holz oder Granit, hochaktuell. Rund vier Millionen Quadratmeter des Urgesteins werden pro Jahr inzwischen in Deutschland verlegt – mehr als achtmal so viel wie noch vor 25 Jahren.


Doch Schiefer ist nicht gleich Schiefer. Es gibt zahlreiche Prüfmethoden, aber sein letztes Geheimnis hat das Gestein nicht preisgegeben. Allein der Entstehungsprozess und die Besonderheiten der jeweiligen Vorkommen sind eine Wissenschaft für sich. Nur der Fachmann kann aus der Vielfalt einzelner Prüfdaten Rückschlüsse ziehen. Deshalb bleibt der Schieferkauf Vertrauenssache. Aber: Made in Mayen zahlt sich auch beim Schiefer aus. Der Moselschiefer aus der Eifel ist weltweit ein Marken- und Gütezeichen.


Um den hochwertigen Moselschiefer aus der Unter-Devon-Zeit abzubauen, geht es in der Eifel in die Tiefe. In den Bergwerken Katzenberg und Margareta des größten Schieferproduzenten Mitteleuropas, Rathscheck Schiefer, heißt es bis heute: Glückauf zur Fahrt ins Innere der Erde! Ein Förderkorb rauscht im Bergwerk Katzenberg 220 Meter abwärts – zu den Arbeitsplätzen von qualifizierten Fachleuten aus mehr als 30 Berufen. Fast 35 Kilometer lange unterirdische Stollen und Strecken verbinden auf zehn Sohlen drei mächtige Schieferlager, die teilweise mehr als 300 Meter tief liegen. Im benachbarten Moselschieferbergwerk Margareta führt dagegen seit 1994 der erste Serpentinentunnel in die Schieferwelt: Mit schwerem Gerät werden dort die großen Blöcke über ein Tunnelsystem ans Tageslicht befördert. Modernste Computer- und Schneidetechnik helfen, den wertvollen Stein trotz aufwändiger Bearbeitung zu konkurrenzfähigen Preisen anzubieten. Vergleichen Bauherren das Naturprodukt mit vielen künstlich hergestellten Materialien, schneidet Schiefer durch seine lange Haltbarkeit sogar mit klaren Kostenvorteilen ab.


Als Naturprodukt besteht Schiefer aus ökologisch völlig unbedenklichen Inhaltsstoffen. Er wird nur ein einziges Mal bearbeitet – und auch dafür ist nur wenig Energie erforderlich. Bindemittel und Brennvorgänge entfallen ganz. Daher ist Moselschiefer vielen Baustoffen überlegen, die aus verschiedenen Mineral-Komponenten hergestellt werden müssen. Außerdem benötigt der Naturstein keine besondere Pflege und hält trotzdem ein Leben lang. Dabei erfordern die ach der Nutzungsdauer, die bei weit über 200 Jahren liegen kann, keinerlei Entsorgungsprobleme wie bei manchen Industrieprodukten. Schiefersplitt und Schiefermehl können sogar als Bodenverbesserer im Garten verwendet werden.

„Das deutsche Dachdeckerhandwerk kann auf eine Jahrhunderte alte Tradition zurückblicken. Und es kann auf eine fast künstlerische Handwerksfähigkeit stolz sein“, betont Dirk Ackermann, Marketingleiter von Rathscheck Schiefer, die Bedeutung einer fachgerechten Verlegung. So gilt die Altdeutsche Deckung aus Moselschiefer bis heute als hohe Kunst am Dach. Sie entsteht aus der Kombination von Moselschiefer und höchstem handwerklichem Geschick des Schieferdeckers. Die Altdeutsche Deckung aus Moselschiefer wird deshalb auch die Königin der Deckarten genannt. Ihre unterschiedlich großen Steine krönen jedes Haus und geben ihm eine besonders edle Note.

Auskunft und kostenlose Bauherren-Information: Rathscheck-Schiefer, Barbarastr. 3, 56727 Mayen-Katzenberg, Telefon 02651/9550, www.schiefer.de


Copyright Text & Fotos: Ratscheck Schiefer



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